VVHen I doe count the clock that tels the time,
And see the braue day sunck in hidious night,
When I behold the violet past prime,
And sable curls or siluer'd ore with white:
When lofty trees I see barren of leaues,
Which erst from heat did canopie the herd
And Sommers greene all girded vp in sheaues
Borne on the beare with white and bristly beard:
Then of thy beauty do I question make
That thou among the wastes of time must goe,
Since sweets and beauties do them-selues forsake,
And die as fast as they see others grow,
And nothing gainst Times sieth can make defence
Saue breed to braue him, when he takes thee hence.
William Shakespear
Zähl ich die Stunden, die vorüberzierh’n,
seh‘, wie die Tage finst’ren Nächten weichen
und wie die Veilchen noch im Lenz verblüh’n
und dunkle Locken silbergrau erbleichen;
Seh‘ ich die kahlen Bäume in den Wäldern,
zuvor noch Schutzschirm für die Herden,
und wie die grünen Ähren von den Feldern
in dürren Garben fortgetragen werden;
Dann ist, was dich belangt, auch zu versteh’n,
dass du auch gehen musst im Lauf der Zeit,
denn alles Schöne wird einmal vergeh’n,
schnell wie auch Neues aufblüht und gedeiht.
Wer kann der Zeiten Sense widersteh’n,
wenn nicht dein Kind, ist’s Zeit für dich zu geh’n!
William Shakespear
© 2025 moonandkiss by Horst-Henning Kleiner